Eine zeitgeschichtlich herausragende Rennszene
#0282 'Fuji 1976'
Der Kampf um den Weltmeistertitel 1976 zwischen James Hunt und Niki Lauda gipfelte an einem
regenüberströmten Oktobernachmittag auf dem Fuji Speedway. Dass Lauda die Meisterschaft vor
dem finalen Lauf anführte war ein Wunder an sich, nachdem sich der Österreicher schwere Verbrennungen
bei einem fürchterlichen Unfall im August auf dem Nürburgring zugezogen hatte. Unglaublicherweise stieg
er gerade einmal sechs Wochen und zwei Rennen später erneut in sein Cockpit um den Kampf mit Hunt
wieder aufnehmen zu können, dessen vier Siege seit Laudas Unfall ihm einen drei Punkte Vorsprung vor
dem japanischen Endlauf beschert hatten. Am Renntag stürzte der Regen in solchen Massen vom Himmel,
dass die eingeschränkte Sicht Lauda dazu brachte das Rennen nach nur zwei Runden zu beenden. Zu frisch
waren die Erinnerungen an seinen Beinahe-Tod in Deutschland. Hunt musste nun also den vierten oder eine
bessere Platzierung erreichen, um sich den Titel zu ergattern – und für eine Weile schien ihm dies auch zu
gelingen. Dann, als das Rennen in seine Endphase ging, musste er einen Reifenschaden hinnehmen und die
Box ansteuern. Aber obwohl er als Fünfter das Rennen wieder aufnahm, konnte der McLaren Pilot, jetzt mit
frischen Reifen, Alan Jones und Clay Regazzoni noch einholen. Zwei Runden vor Schluss überholte er beide
und sicherte sich seine einzige Weltmeisterschaft. Hier im Bild führt Hunts McLaren vor Niki Lauda und dem
Penske PC3 von John Watson.