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Die aktuelle Formel 1 zieht Millionen in ihren Bann. Seit 1950 existiert diese Rennformel, ein Reglement, das sich immer wieder geändert hat. Fahrer wie Lewis Hamilton, Michael Schumacher, Ayrton Senna und Juan Manuel Fangio haben ihre Zeit geprägt – und die Rennsportfans der ganzen Welt in Atem gehalten. Die hier gezeigte Auswahl an Aquarellen illustriert viele der großen Rennwagen, Fahrer und Ereignisse aus sämtlichen Jahrzehnten der Formel 1. Diese Gemälde sind bis 18. September im neuen deutschen „Homeoffice“ der Formel 1, im Audi Forum Neckarsulm zu sehen. Am 18.9. wird gegen Mittag eine Finissage zu den Aquarellen veranstaltet – zu der sie sich gerne per Mail anmelden können (info@ehretdesign.de).
Die aktuellen Bilder der Serie
Eine zeitgeschichtlich herausragende Rennszene 1976
#0282 'Fuji 1976'
Der Kampf um den Weltmeistertitel 1976 zwischen James Hunt und Niki Lauda gipfelte an einem regenüberströmten Oktobernachmittag auf dem Fuji Speedway. Dass Lauda die Meisterschaft vor dem finalen Lauf anführte war ein Wunder an sich, nachdem sich der Österreicher schwere Verbrennungen bei einem fürchterlichen Unfall im August auf dem Nürburgring zugezogen hatte. Unglaublicherweise stieg er gerade einmal sechs Wochen und zwei Rennen später erneut in sein Cockpit um den Kampf mit Hunt wieder aufnehmen zu können, dessen vier Siege seit Laudas Unfall ihm einen drei Punkte Vorsprung vor dem japanischen Endlauf beschert hatten. Am Renntag stürzte der Regen in solchen Massen vom Himmel, dass die eingeschränkte Sicht Lauda dazu brachte das Rennen nach nur zwei Runden zu beenden. Zu frisch waren die Erinnerungen an seinen Beinahe-Tod in Deutschland. Hunt musste nun also den vierten oder eine bessere Platzierung erreichen, um sich den Titel zu ergattern – und für eine Weile schien ihm dies auch zu gelingen. Dann, als das Rennen in seine Endphase ging, musste er einen Reifenschaden hinnehmen und die Box ansteuern. Aber obwohl er als Fünfter das Rennen wieder aufnahm, konnte der McLaren Pilot, jetzt mit frischen Reifen, Alan Jones und Clay Regazzoni noch einholen. Zwei Runden vor Schluss überholte er beide und sicherte sich seine einzige Weltmeisterschaft. Hier im Bild führt Hunts McLaren vor Niki Lauda und dem Penske PC3 von John Watson.
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Ein besonderes Einzelstück
#0452 'Formula One 1968'
Auch in der 1968er Saison war der Ford Cosworth Motor eine Führungskraft. Lotus hatte nicht mehr das alleinige Nutzungsrecht – so war die Konkurrenz nun groß. Graham Hill gewann die Fahrer-Weltmeisterschaft im erfolgreichen Lotus 49B, der auch die Konstruktuers-WM für Lotus einfuhr. Jo Siffert fuhr auch einen 49B für ein Privat-Team. Zweiter in der Meisterschaft wurde Jackie Stewart, der den von Ken Tyrrell eingesetzten Matra MS10 fuhr und genau so viele Rennen wie Hill gewann. Jean Pierre Beltoise war sein Teamgefährte. Denny Hulme in seinem McLaren M7A war nicht weit zurück. Alle setzten Cosworth Motoren ein. Pedro Rodriguez fuhr den BRM und John Surtees den Honda 301.Jim Clark hatte den ersten Grand Prix der Saison gewonnen, verlor aber in einem Formel 2 Rennen in Hockenheim auf tragische Weise sein Leben. Mit der Einführung von Sponsorlackierungen in dem Rennjahr, erhielten viele Wagen farbenfrohe Designs. Lotus nun im rot, weiß, goldenen Player´s Gold Leaf Dekor. Die nationalen Farben gerieten in Vergessenheit.
Eine zeitgeschichtlich herausragende Rennszene 1979
#0268 'René Arnoux et Gilles Villeneuve'
Es war das perfekte Rennen für René Arnoux in Dijon 1979. Es begann desaströs, nachdem er seine zweite Startposition im französischen Grand Prix an die Erzrivalen aus England und Italien verloren geben musste und sich in der ersten Kurve nur auf dem neunten Platz wiederfand. Aber Arnoux kämpfte sich zurück und nutzte die Vorteile seines Renault Turbo Motors. Drei Runden vor Schluss lag er Reifen an Reifen mit Gilles Villeneuve, der lange geführt hatte. Die Position wechselte mehrmals bis Villeneuve nur Sekunden vor Arnoux ins Ziel kam. Von der Intensität und dem gegenseitigen Respekt her, war es aber vielleicht eines der besten Rennduelle aller Zeiten in der Formel 1. Jabouille gewann, Villeneuve wurde Zweiter, aber Arnoux eroberte die Herzen seiner Fans im Sturm.
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