Le Mans im Aufbruch: Die Geschichte der Gruppe C

Die Gruppe C ist ein Rennsportreglement, dass den Herstellern von 1982 bis 1993 völlige Freiheit bei der Konzeption des Motors ließ, und nur durch den Verbrauch an Sprit reglementiert war. Das Leergewicht durfte 850 kg nicht unterschreiten, das Cockpit musste geschlossen sein.

Nach den mageren Jahren in Le Mans, rief diese neue Formel mehr und mehr Hersteller auf, sich der Langstrecken-Weltmeisterschaft anzuschließen. Beherrschte Porsche zunächst die Szene bis 1985 fulminant, so siegten dann Jaguar, Mercedes, Mazda und Peugeot zwischen 1988 und 1993. 

Die hohe Geschwindigkeit, die ungezügelte Motorenlautstärke, die Vielfalt der Marken und das hohe Fahrerniveau begeisterten weltweit die Rennfans. Die atemberaubende Serie brachte Le Mans zurück in den Fokus der Motorsportwelt. 

Die Gruppe C bei Tag & Nacht

Mercedes-Benz und Sauber gingen in den Jahren 1987 bis 1989 eine motorsportliche Partnerschaft ein, die sich auszahlen sollte. Einem nur 48 kg wiegenden Aluminium-Monocoque mit 1,2 bis 2 mm starkem Blech wurde ein Herz mit bis zu 800 PS Leistung im Qualifying und etwa 720 PS im Rennen eingepflanzt. Der V8 Biturbo von Mercedes pfeilte die zunächst dunkelblauen Kouros Racing und dann werkssilbernen Sauber-Mercedes Langstreckenrennwagen auf 389 km/h Höchstgeschwindigkeit auf der Mulsanne-Geraden – in jener Zeit, in der es noch keine Schikanen auf der Hunaudières gab. 1989 spielte der C9 alle Trümpfe aus, gewann sieben von acht Weltmeisterschaftsläufe und siegte beim Saisonhöhepunkt – den 24 Stunden von Le Mans.

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